2004 - Ein bewegtes Jahr

Dafür, dass wir im Januar 2004 noch nicht wussten, wie wir AGM und unsere Arbeiter in Sumur weiterhin am Laufen halten können, hat sich doch eine Menge ereignet. Inzwischen ist die Kompostanlage fertig und produziert regelmäßig Kompost und die Müllentsorgung ist zumindest einmal bis Ende April finanziell sichergestellt.
Eine der prägendsten Erinnerungen war wohl die Einfuhr der SULO-Mülltonnenspende und die damit verbundene Odyssee durch alle Stufen der indonesischen Bürokratie. Die letztendlich sehr kostenintensive Lösung gibt Anlass darüber nachzudenken, warum sich ein Land wie Indonesien so schwer damit tut, derartige Spendenaktivitäten zu unterstützen.

Das Gästehaus war ja bereits im April bezugsfertig, und, da sind wir uns einig, es ist eine Reise wert. Inzwischen haben mit Frauke, Reingard, Frank, Mutter Kess und Karin Joss bereits fünf Mitglieder die Projekte in Sumur besucht und konnten einen Eindruck von der Projektarbeit und den Herausforderungen einer solchen Unternehmung bekommen.

Alles in allem ist der Projektumfang in einem bemerkenswerten Maße gestiegen und lässt inzwischen auch Experten aus Jakarta mit dem Kopf nicken. Hier gibt es nocheinmal eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres.

Der britische Botschafter eröffnet offiziell die Kompostierungsanlage Dezember 2004

Am Samstag dem 11. Dezember 2004 weihte AGM mit geladenen Gästen aus Jakarta offiziell das "Kampung Hijan" (Grünes Dorf) ein. Der dort produzierte Kompost fand bereits seine ersten Abnehmer.
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Die Frauen von Al-Ichsan An-Nawawi
verschönern das AGM-Gelände
Dezember 2004
Nach der Errichtung des neuen Kompostierungsgeländes wird zur Zeit in zusammenarbeit mit Frauen aus Sumur ein Ziergarten angelegt, der bereits jetzt zur Freude aller Beteiligten beiträgt.
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Die Kompostanlage wächst Dezember 2004

Von Juli bis Dezember 2004 dauerten die Baumaßnahmen an der neuen Kompostierungsanlage auf dem AGM-Gelände. Nun ist sie bereits vollständig in das Entsorgungssystem integriert.
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Noch keine Neuigkeiten vom Marie-Schlei-Verein

Dezember 2004

Es ist nach wie vor offen, ob die Frauen in Sumur auch weiterhin gefördert werden. Mittlerweile ist der erste Teil der Förderung vollständig bilanziert und auch ein Vorschlag eingereicht, wie es mit den Frauen vor allem im Bereich Farming- und Gardening weitergehen soll.
Wir hoffen weiterhin, dass sich die Geschichte im Sinne der Frauen in Sumur weiterentwickelt.
Die SULO-Mülltonnenspende erreicht Sumur November 2004
Nach einem spannenden Marathon durch die indonesischen Ministerien haben die 250 Mülltonnen Ende November endlich den Projektort erreicht und können für die Arbeit von AGM eingesetzt werden.
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Englisch-Workshop in Sumur November 2004

Ende November hat es tatsächlich geklappt: die Organisation VIBE kam zu sechst aus Bali nach Sumur, um in Form eines einwöchigen Workshops den Schulen und den Menschen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie ein eventuelles Volunteer-Programm aussehen könnte.
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Abschluss des Hanns-Seidel-Projektes

Oktober 2004

Zu Beginn des Jahres förderte die Hanns-Seidel-Stiftung vor allen Dingen unsere Bemühungen im "sosialisasi". Die Schärfung des Problembewusstseins bei den Menschen in Sumur war (und ist) unser Hauptanliegen. Unter anderem war die Exkursion nach Banjarsari (siehe unten) ein wichtiger Bestandteil.
Nach mehreren Rücksprachen mit den Verantwortlichen der Hanns-Seidel-Foundation ist inzwischen das komplette Projekt von Februar bis Juli bilanziert und auch für die kommende Zeit wurde uns weitere Förderung in Aussicht gestellt.
Strandsäuberung in Basisir - für ein
saubereres Sumur!
September 2004
Im Rahmen des Programms der Bezirksregierung für einen "selasa berisih" ("Sauberer Dienstag") organisierte AGM am 28. September eine Strandsäuberung des verdreckten Ortsstrandes im kleinen Fischerhafen von Sumberjaya.
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Erste Schritte für eine Zusammenarbeit - VIBE in Sumur September 2004

Um regelmäßigen Englischunterricht in Sumur zu etablieren fragten wir die Direktorin der balinesischen Organisation VIBE, Jenny O'Donnell, ob sie nicht Lust hätte, uns in Sumur zu besuchen.
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BINGO-Antrag anteilig bewilligt September 2004

Der von uns an die Umweltlotterie BINGO gestellte Förderantrag, unter anderem für die Anschaffung eines projekteigenen LKWs, wurde anteilig bewilligt.
Auf der einen Seite natürlich eine großartige Sache, auf der anderen Seite bedeutet "anteilig" für COPI, dass wir nun die Aufgabe haben, weitere Projektpartner zu finden, um sämtliche Inhalte des Projekts umsetzen zu können.

Deutsche Botschaft sagt neue Förderung zu September 2004

Freudige Mitteilung aus Jakarta: Die Deutsche Botschaft erklärt sich bereit, auch dieses Jahr das Müllmanagementprojekt AGM 2004 im Rahmen der Kleinstprojekte zu unterstützen.

Am 14. September war es soweit, dass wir in Jakarta anriefen, um zu hören, wie denn die Entscheidung in derf Deutschen Botschaft ausgefallen sei. Die Detonation der Bombe vor der australischen Botschaft ließ befürchten, dass es vielleicht noch zu gar keinen Gesprächen gekommen war. Doch freudigerweise teilte Herr Jakobi mit, dass die Verantwortlichen sich entschieden haben, auch 2004 die Bemühungen von OPI und PITAL in der Gemeinde Sumur zu fördern.
Natürlich haben wir uns gefreut, denn nun sind neben der angehenden Kompostproduktion neue Alternativen möglich, die stak vermüllten Plätze innerhalb der Ortschaften an das Müllmanagement anzuschließen.

AGM bekommt Besuch von der
Deutschen Botschaft
September 2004
Um einen Eindruck vom Projekt und unserer bisherigen Arbeit zu bekommen, besuchte uns Dirk Jakobi als Vertreter der Deutschen Botschaft in Sumur.
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Das Müllmanagement wächst weiter -
Sumur bekommt eine Kompostierungsanlage
August 2004

Dank der Unterstützung durch das „Small Grant Scheme“ – Programm der Britischen Botschaft in Indonesien sind wir nun im Rahmen des AGM 2004 – Projekts in der Lage, eine Kompostierungsanlage auf dem Projektgelände zu errichten.
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Die Britische Botschaft besucht AGM Juni 2004
Das Konzept der britischen Botschaft sieht vor, dass ein Projektort erst einmal persönlich von einem "SGS-Officer" besichtigt werden muss, bevor die endgültige Zusage für Projektförderung gemacht werden kann.
Ende Juni kam die Verantwortliche Ibu Lila Sari zu einer Stippvisite nach Sumur.
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Die Greenpeace-Umweltstiftung
fördert unsere COPI-Arbeit
Juni 2004
Die ersten Vorgespräche mit den Verantwortlichen bei Greenpeace hatten Frank und Volker bereits Ende vergangenen Jahres. Nach einer Präsentation im Februar stießen wir dann auch auf die notwendige Resonanz bei den Entscheidungsträgern. Nach einer sich dann doch hinziehenden Zeit der Ungewissheit bekamen wir im Juni das endgültige „Okay“ von der Stiftung. Wir freuen uns sehr darüber, denn diese Unterstützung bedeutet einen wichtigen Beitrag für unserere zukünftige Projektarbeit. Auf diesem Wege also noch einmal ein dank an Greenpeace und die Menschen, die sich für unsere Sache eingesetzt haben.
Endlich - Al-Ichsan An-Nawawi bekommt die
offizielle Registrierung
Juni 2004

Nach monatelangen Besprechungen und dem zeitaufwändigen Zusammenstellen der Unterlagen hat die Frauenorganisation in Sumur jetzt ihre "Akte" von der Anwalts-Kanzlei in der Bezirkshauptstadt Pandeglang überreicht bekommen.
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Freudige Nachricht aus Jakarta Juni 2004

Der im Rahmen des Förderprogrammes der britischen Botschaft von COPI und Pital gestellte Antrag zur Realisierung eines umfangreichen Kompostierungs- und Farmingprojekts wurde vom britischen Botschafter abgesegnet.
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Sumur goes Jakarta Mai 2004

Insgesamt 20 Frauen und Männer machten sich auf in die Millionenstadt Jakarta, um das Modellprojekt der UNESCO-Indonesien in Banjarsari kennen zu lernen. Es kam zu einem angeregten Austausch zwischen den Städtern und der Landbevölkerung.
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Die UNESCO fördert Projektarbeit Mai 2004
Nachdem Ibu Nuning von der UNESCO-Indonesien bereits bei den Vorbereitungen für unseren Besuch in Banjarsari eine große Unterstützung war, stimmten die Verantwortlichen in Jakarta auch noch einem Antrag zu, in dem Edi im Namen von Pital um Unterstützung für die Exkursion gebeten hatte.
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Expertenteam aus Jakarta kommt nach Sumur Mai 2004

Für das neue Kompost-Projekt wollten wir auf die fachliche Unterstützung von Müllmanagement-Experten setzen und luden dafür ein Team von Fachleuten aus Jakarta ein, damit sie sich ein besseres Bild der Ausgangslage in Sumur machen konnten.
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Förderantrag bei der Britischen Botschaft eingereicht Mai 2004

Eine der Hauptaufgaben für COPI und Pital besteht darin, immer wieder Projektanträge zu stellen, um die Fördermittel zusammen zu tragen, um die langfristige Realisierung des Müllmanagements sicher zu stellen.
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Der Marie-Schlei-Verein besucht das Frauenprojekt Mai 2004
Während eines kurzfristig angesetzten Besuches von Frau Randzio-Plath in Sumur hatte die 1. Vorsitzende des Marie-Schlei-Vereines Gelegenheit, das Projektumfeld kennen zu lernen und sich mit den Frauen über die bisherige Projektarbeit und die weiteren Ziele auszutauschen.
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Das Guesthouse ist fertig

April 2004

Schon zu Beginn des Jahres haben wir die Räumlichkeiten des Gästehauses als Projektunterkunft nutzen können. Von nun an sind die beiden Zimmer (mit Bad) auch als Unterkunft für Besucher, Gäste und Touristen vorgesehen.
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